Zum Boxsport kam er im Alter von 13 Jahren. Seine ersten Lorbeeren verdiente er sich beim KSV Kitzingen. Für Würzburg, Eichstätt und Hamm ging er als Amateur an den Start und bestritt 118 Kämpfe, von denen er 90 gewann. Am 23. September 2006 feierte er sein Profidebüt. Seither folgte Sieg um Sieg. Privat ist Karo Murat eher bescheiden, gutmütig, hilfsbereit und freundlich.
Name: Karo Murat
Geboren am: 02. September 1983
Wohnort: Kitzingen, Berlin
Familienstand: ledig
Sternzeichen: Jungfrau
Körpergröße: 1,79 Meter
Gewichtsklasse: Halbschwergewicht
Amateurrekord: 118 Kämpfe, 90 Siege
Profidebüt: 23. September 2006
Trainer: Ulli Wegner
Manager: Wilfried Sauerland
Promoter: Sauerland Event GmbH
Öffentlichkeitsarbeit: Frank Bleydorn
Lieblingsgerichte: Nudeln mit Rahmsoße, Schaschlik, Fisch
Lieblingsmusik: Klassische Musik und Hip-Hop
Lieblingsschauspieler/-in: Robert De Niro und Julia Roberts
Hobbys: Schnelle Autos, Lesen von Biographien
Karo Murat
Boxkarriere im Eiltempo? Zu Karo Murat würde das passen. Denn er ist jemand, der in seiner Freizeit eher schnelle Autos bevorzugt. "Wenn ich nicht Profiboxer geworden wäre, hätte ich den Beruf des KFZ-Mechanikers ergriffen", ist er sich sicher. Zum Boxsport kam er im Alter von 13 Jahren. "Ich habe mir immer, wenn die Möglichkeit bestand, große Kämpfe angeschaut. Irgendwie war für mich logisch, dass ich das auch machen werde und einen WM-Titel gewinnen will", blickt er zurück.
Seine ersten Lorbeeren verdiente er sich beim KSV Kitzingen. Doch auch für Würzburg, Eichstätt, Nürnberg und Hamm ging er als Amateur an den Start. Dabei bestritt er 118 Kämpfe, von denen er 90 gewann. Doch für Murat war klar, dass er irgendwann den Weg ins Lager der Berufsboxer finden wollte. Zusammen mit seinem Freund Alexander Frenkel schaute er im Box-Gym des Sauerland-Teams vorbei und wusste beim Sparring mit dem früheren Europameister Danilo Häußler zu überzeugen.
Am 23. September 2006 feierte er daraufhin sein Profidebüt. In Hattersheim bezwang er den Slowaken Matus Sestak durch K.o. in Runde eins. Seither folgte Sieg um Sieg. Im 17. Profikampf wurde Karo Murat Europameister im Super-Mittelgewicht. Inzwischen steigt er im Halbschwergewicht in den Ring. "Nachdem ich mir den EM-Titel gesichert hatte, konnte ich ihn zweimal verteidigen. Doch ich hatte Probleme, das Gewicht zu schaffen. Deshalb will ich im Halbschwergewicht gegen diejenigen ran, die einen WM-Gürtel haben", sagt er selbstbewusst.
Privat scheint der WBO-Intercontinental Champion eher bescheiden. Er wirkt gutmütig, hilfsbereit und freundlich. Besonders am Herzen liegt ihm sein Bruder Koko. "Bei Familienmitgliedern ist generell die Gesundheit für mich besonders wichtig. Bei Koko ist das auch so. Auf der anderen Seite ist er auch Boxer, da steht der Erfolg im Vordergrund. Wir wollen beide irgendwann Weltmeister sein. Gegeneinander boxen werden wir nicht. Denn wir kämpfen in verschiedenen Gewichtsklassen", erzählt Karo Murat.
Boxerisch war zunächst "Prinz" Naseem Hamed ein Vorbild. Doch seit der grandiosen WM-Titelverteidigung von Arthur Abraham gegen Edison Miranda im Jahr 2006, der "Schlacht von Wetzlar", hat sich das geändert. "Das war von der Willensstärke und vom Kampfgeist her eine unglaubliche Leistung. Dass Arthur den Kampf trotz eines Kieferbruches in der vierten Runde bis zum Ende durchstand und dann noch gewann, das war einmalig", schwärmt er.
Große Stücke hält Karo Murat, der armenische Wurzeln hat, vor allem auf seinen Trainer Ulli Wegner. "Für mich ist sehr wichtig, dass ich bei ihm trainiere. Er ist mein Traumcoach. Er ist ein großartiger Mensch und hat auf sportlicher Ebene einen riesigen Anteil an meiner Entwicklung. Jedes Wort von ihm ist für mich Motivation pur", sagt der Halbschwergewichtler, der in Kitzingen aufwuchs und heute im Max-Schmeling-Gym am Berliner Olympiastadion trainiert.